VW Caddy Life - lang überfälliges Familien-Transportwunder
 Der Volkswagen Caddy Life war für VW derart überfällig, dass man sich ernsthaft fragen muss, wer da in Wolfsburg so lange geschlafen hat und dann noch den Namen VOLKSwagen verdient haben will.
Der Caddy Life spielt in der Klasse von Renault Kangoo und ähnlichen etablierten Vertretern und ist im Schnitt rund 4000€ billiger als ein vergleichbarer VW Touran, auf dessen Plattform [Golf V] er aufbaut. Das macht dem Namen Volkswagen schon ein wenig mehr Ehre als die teils happigen Preise des fraglos interessanten Toran, den sich die Hälfte der Zielgruppe nicht leisten kann oder will. Die Platzverhältnisse von VW Caddy Life und Touran liegen auf demselben Niveau, das Ambiente nicht unbedingt. Hier und da ist im Innenraum des Caddy Life noch Metall zu sehen, dass beim teureren Bruder verkleidet wurde. Ein wenig lauter ist der Caddy Life bei höheren Geschwindigkeiten auch – eine Folge seines nochmals höheren Aufbaus und somit auch größeren Stirnfläche.
Sonst jedoch spricht eigentlich nichts gegen den Lademeister aus Wolfsburg. So ist der Caddy Life zwar immer noch ein paar Euro teurer als manch ein direkter Mitbewerber, hinterlässt jedoch alles in allemauch einen etwas gediegeneren Eindruck, gepaart mit einer angenehmen Solidität und natürlich den ausgezeichneten Dieselmotoren aus dem Konzernregal. Die sollten es allerdings auch sein – VW-Benziner sind eher Säufer; erst recht in einem Wagen mit dieser Stirnfläche. Bitter hier leider: die Diesel fressen große Teile der Kostenvorteile auch im Falle des Volkswagen Caddy wieder auf, weil sie in der Versicherung teurer sind und auch bei den Werkstattkosten bisweilen happig für den Haushalt einer jungen Familie ausfallen. |