Renault Scenic - Top - bis auf Deailmängel
 Auf dem Papier macht der Renault Scenic der ersten Serie eine gute Figur – gescheite Anschaffungspreise, gelungene Ausstattungspakete, durchdachter Innenraum mit Ablagen, die Eltern das Herz höher schlagen lassen. Auch im Unterhalt macht der Renault Scenic zunächst eine gute Figur.
Neben anständigen Versicherungseinstufungen kann der Renault Megane Scenic mit Top-Verbrauchswerten aufwarten – der 1.6er mit 107PS bietet den besten Kompromiss ans Antriebskraft und Unterhaltskosten.

Ärgerlich: Die stellenweise erstaunlich nachlässige Detailverarbeitung. So geben beispielsweise die Fensterheber des Renault Scenic sowie die dazugehörigen Wippschalter gerne allzu früh den Geist auf oder brechen auch bei sachter Benutzung aus den Halterungen aus.
Darüber hinaus gelten für den Scenic zwei konstruktive Leiden, die für viele frühe Vans gelten. Lenkung und Fahrwerksteile sind schlimm unterdimensioniert, da sie im Falle des Scenic etwa aus dem Megane stammen und den höheren Belastungen des hoch bauenden Vans nicht immer gewachsen sind.
Das fördert dann auch den zweiten großen Mangel zutage: der Renault Scenic ist schlimm verbaut, sodass der Austausch an sich simpler Teile wie Querlenker oder Wasserpumpe schnell unnötig hohe Summen verschlingt, weil das halbe Fahrzeug zerlegt werden muss. Am Schlimmsten: Zahriemen tauschen - hier kommt schnell ein Tausender zusammen. Ärgerlich vor allem, wenn man den Van kurz davor erst gebraucht für 4.000€ erworben hat. enn das muss man sagen: Die Gebrauchtwagenpreise für den Scenic sind fair.
Interessanter Weise ist der Renault Scenic auch mit einem Allrad-Antrieb verfügbar, der das flexible Fahrzeug zu einer Alternative zu kleineren Geländewagen macht – hinzu kommt, dass der Scenic bedeutend übersichtlicher als diese ist und auch in Parklücken leichter zu versenken ist, als seine Mitbewerber.
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