Mazda Premacy - Unauffälliger Class Leader?
 Was der Scenic für Renault und der Zafira für Opel, das ist der Premacy für Mazda. Bei seinem Erscheinen gegen Ende der 90er Jahre war der Premacy lange Zeit nur mit langen Lieferzeiten zu haben – eine Erscheinung, die man von japanischen Autos eigentlich gar nicht kennt.
 Zurecht? Der Premacy ist gegenüber seinen Mitbewerbern weder geschenkt, noch kann er irgendetwas so wesentlich besser, wie man glauben könnte – dennoch macht ihn die Summe seiner Eigenschaften zu einem sehr sympathischen Auto. Das Design ist nett, die Motoren ein wenig brummig, jedoch sparsam und sehr haltbar. Die Flexibilität ist für die späten 90er schon sehr cool und erlaubt Ausbau der Sitze beim Premacy ebenso wie Umklappen – und das bei einem Kofferraum, der mit gut 400Litern bei aufrecht stehender hinterer Bank ohnehin schon über Klassenniveau ist, ohne, dass der Wagen außen unnötig groß wäre. Leider ist er unnötig unhandlich beim Wenden und rangieren – der Wendekreis ist 1 bis 2 Meter größer als bei den Mitbewerbern, weil der Lenkeinschlag einfach zu gering ist. Dafür ist die Lenkung des Mazda Premacy vollkommen unempfindlich und neigt nicht zu vorzeitigem Verschleiß, wie bei einigen seiner Mitbewerber.
Somit ist der Mazda Premacy alles in allem ein sehr guter Deal, ein sympathischer obendrein. Der Benziner mit 100PS reicht im übrigen vollkommen aus, weil der Motor drehfreudig ist. Die 130PS-Maschine ist im direkten Vergleich nicht soviel besser, wie sie teurer ist. Der Diesel ist ein lauter Zeitgenosse und dem 100PS-Benziner auf der Kostenseite erst ab mindestens 20.000 Kilometern Jahresfahrleistung überlegen.
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