Kia Joice - 7 Sitze machen nicht immer einen Van
 In Deutschland war der Kia Joice nie eine echter Renner – im benachbarten Ausland hingegen kam er ganz gut an: die Niederländer und Belgier etwa kauften ihn häufig und gern.
Hier jedoch war der Wagen – wie auch der Carens – unter anderen Voraussetzungen gestartet. Noch bedeutend günstiger als in Deutschland wurde er angeboten und maß sich mit ganz anderen Autos. Hier nämlich wurde er eher als Hochkombi verstanden, dem man weniger Flexibilität abverlangte als eine gewisse grundsätzliche Haltbarkeit, um Kind und Kegel zu Schule und Tennisplatz zu fahren – zu einem guten Preis.
 Das kann der Joice auch in Deutschland. Wenn er hier auch nicht mit der echten Flexibilität eines modernen Vans dienen kann, so hat er zumindest für Notfälle eine dritte Sitzbank. Das ermöglicht zumindest für kurze Strecken immerhin den Transport von 7 Personen. Wer hinten sitzen soll, muss Spaß verstehen – eine Freude ist das Sitzen nicht, da es dazu einfach an Platz mangelt.
Wie auch die anderen Kias dieser Generation ist der Joice, der mittlerweile mangels Erfolg komplett vom deutschen Markt genommen wurde, ein grundsätzlich solider Geselle, haltbar und zäh. Leider bietet er sonst keine echten Highlights – Fahrwerk und Bremsen sind wirklich okay. All das macht ihn zumindest als Gebrauchten sehr interessant. Vor allem in Süddeutschland wird der Kia Joice schier verschenkt, während er zwischen Hamburg und Kiel noch respektable gebruachtpreis erzielen kann.
Wie für alle anderen Kias gilt leider auch hier: Obwohl sich die Marke unglaublich weiterentwickelt und mittlerweile gute solide Autos zu fairen Preisen verkauft, ist das Händlernetz einfach zu dünn.
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