Citroen Berlingo - der schnuckeligste Lieferwagen
 Der Berlingo ist einer der größten Sympathieträger des Citroen-Programms. Nahezu baugleich mit dem Renault Kangoo wirkt er alles in allem netter und frischer. Auch qualitativ hat Citroen mit dem Berlingo bewiesen, dass die schlimmen Jahre im Bereich Qualität bei Citroen Geschichte sind: der Berlingo hat saubere Spaltmaße, macht technisch wenig Stress und zeigt sich auch bei höheren Laufleistungen noch anspruchslos.
 Wie auch für den Renault Kangoo gilt leider: voll beladen zeigt er auf Nässe ein böses zweites Gesicht – dann nämlich gibt er sich plötzlich gerne mal zickig und schwenkt mit dem Heck aus.
Sonst hingegen lassen sich die beiden französischen Kastenwagen narrensicher bewegen und animieren trotz ihrer Höhe beinahe schon zu sportlichem Fahrverhalten.
Gut motorisiert ist man mit den spritzigen Dieseln oder dem 1.6er Benziner, wobei die Benziner bei höherem Tempo zu argen Schluckspechten werden, während die Diesel im Berlingo eigentlich in allen Lebenssituationen mit rund 6-7 Litern hinkommen.
Im Innenraum ist der Berlingo durchweg schicker als der Renault Kangoo oder das Peugeot-Pendant, auf dem Gebrauchtwagenmarkt jedoch bringt ihm das nicht viel: hier ist sein Wertverlust höher. Für Gebrauchtwagenkäufer okay, denn den Berlingo bekommt man zu sehr anständigen Preisen – zumal dann, wenn er neu dreitürig angeschafft wurde. Dann jedoch macht der Berlingo eigentlich auch nur wenig Spaß. Top-Ausstattung in dieser Fahrzeugklasse: den Berlingo gibt es mit einem riesigen elektrischen Faltdach – Cabriofeeling für 5 Personen. Alles in Allem ist der Berlingo somit zwar kein klassischer Geheimtip, aber zumindest unterbewertet. Das gilt leider nicht für seine Versicherungseinstufung. Diese wird in die Höhe getrieben von den typischen Hobby-Spediteuren, die in diesem Fahrzeug einen billigen Transporter gefunden haben.
|