Chrysler Voyager - Der Dickschiff-Klassiker
 Der Chrysler Voyager hat das Segment der Familien-Vans oder generell der Art Vans, wie man sie heute kennt, überhaupt erst definiert. Abgeleitet von einem Kleinlieferwagen amerikanischen Zuschnitts, mit familientauglichem Gestühl und netterer Innenraum-Atmosphäre versehen, löste er einen Boom aus, der bis heute im Grunde ungebrochen ist - und vom kleinen Opel Meriva über die breite Kompaktklasse mit VW Touran, Opel Zafira und ähnlichen Mitbewerbern - bis hin zu Größen wie dem Dauerbrenner VW Sharan extrem viele Nachahmer gefunden hat, die das Konzept häufig erweitert, verfeinert oder auch deutlich verbesser haben [etwa das Flexkonzept des Opel Zafira].
 Ärger machen bei älteren Voyagern gerne mal die Automatik-Getriebe. Das wird dann sehr schnell sehr teuer – was auch erklärt, warum man häufig Voyager in Autobörsen findet, die mit „kleinem Getriebeschaden“ für einen Spotpreis verschleudert werden. Das sind Panikverkäufe nach dem ersten Kostenvoranschlag.
Wer einen Chrysler Voyager kauft, sollte auf Landstrassen auch nicht zu den eiligen Menschen gehören: der Wagen verrät hier eher Highway-Zuschnitt und erweist sich als ziemlich unhandlich.
Ein guter Freund an der Tankstelle schadet auch nicht...
Abhilfe schaffen hier erst seit kurzer Zeit die Diesel von Mercedes. Die beste Motorisierung ist der 2.4er Benzinmotor, der nicht zu viel verbraucht, dennoch ausreichend Kraft bietet – der 3.3 Liter V6 ist im Alltag kaum schneller, jedoch kaum unter 14 Litern zu bewegen. Normalbenzin zwar immerhin, aber eben zuviel davon für die durchschnittliche Familienkasse.
 Der Trumpf des Chrysler ist sein Preis – moderne Vans wie etwa der VW Touran sind entschieden kleiner aber kaum billiger – gebraucht erst recht nicht.
Das gilt mittlerweile vor allem für das alte eckige Modell, das –bis auf die Bremsseile der Automatik – wirklich besser als sein Ruf ist und eben einen unfassbaren Raum mit sich bringt.
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